Was sind Schüssler Salze?

Schüssler SalzeDr. Wilhelm Heinrich Schüssler, der von 1821 bis 1892 lebte, entwickelte die nach ihm benannten Schüssler Salze auf der Basis seiner Erkenntnis, dass alle Krankheiten auf einen Mangel an Mineralsalzen im Körper zurück zu führen sind. Er entwickelte 12 Salze (genannt Dr. Schüßler Salze Nr. 1 – 12), die ihre Wirkung aufgrund einer Potenzierung (Verdünnung) entfalten – eines der Grundprinzipien der Homöopathie. Nach dem Tod von Dr. Schüssler entdeckten seine Schüler 15 weitere Mineralsalze, die heutzutage als die Ergänzungssalze (die Schüssler Salze Nr. 13 – 27) bekannt sind. Schließlich wurden von Joachim Broy, der selbst jahrelang damit erfolgreich die unterschiedlichsten Krankheiten bekämpfte, sieben weitere Mineralsalze entdeckt, die gemeinhin als Ergänzungsmittel nach Joachim Broy bezeichnet werden.

Welche Potenzen werden verwendet?

Die jeweilige Potenz, in der die Dr. Schüßler Salze angeboten werden, hängt im Allgemeinen davon ab, ob es sich bei dem Mineralsalz um eine wasserlösliche Substanz handelt oder nicht. So ist für wasserlösliche Salze in der Regel die Potenz D6 üblich; für nicht wasserlösliche die Potenz D12. Für die Ergänzungssalze gilt ebenfalls die D12 Potenz. Bei besonders akuten Krankheiten wird auch zur D3 Potenz gegriffen, wobei eine so geringe Verdünnung gerade bei empfindlichen Menschen mit Vorsicht einzusetzen ist, da die Mineralsalze in ihrer unverdünnten Form zum Teil als giftig anzusehen sind.

Zuordnung zum Krankheitsbild

Da die Schuessler Salze neben ihrer – manchmal sehr chemisch anmutenden – Bezeichnung ebenfalls durchnummeriert sind, ist es relativ einfach, der jeweiligen Krankheit die geeigneten Schuessler Salze zuzuordnen. Die einzelnen Mineralsalze kommen in unterschiedlichen Teilen des Körpers vor und können dort zu einem Mangel führen. So ist beispielsweise die Nr. 7 – Magnesium Phosphoricum unter anderem in den Nerven, Knochen und in den roten Blutkörperchen zu finden. Ein Unterversorgung mit diesem Mineralsalz führt häufig zu krampfartigen Schmerzen wie Migräne, Hexenschuss oder Durchblutungsstörungen sowie Menstruationsbeschwerden oder auch Krampfadern. Leiden Sie also z. B. an einer dieser Beschwerden, kann dieses Mittel Abhilfe schaffen. Als besonders wirksam ist die Nr. 7 in Verbindung mit heißem Wasser bekannt: Geben Sie 10 Tabletten Magnesium Phosphoricum auf ein Glas heißes Wasser, um besonders schnell seine Wirkung spüren zu können.

Welche Dosierung ist zu empfehlen?

Als Dosierungsempfehlung gilt: 1 – 3 Tabletten werden 3 – 6 mal täglich einzeln eingenommen. Lassen Sie die Tabletten langsam auf der Zunge zergehen, die Wirkstoffe werden über die Mundschleimhaut aufgenommen. Abhängig vom Alter und der Körpergröße nehmen Kinder eine halbe bis zwei Tabletten drei- bis sechsmal täglich ein. Es können maximal 3 Salze gleichzeitig eingenommen werden. In besonders akuten Fällen kann maximal ein Tag lang auch eine Tablette alle 5 Minuten eingenommen werden, bis sich die Beschwerden gebessert haben. Anschließend gehen Sie einfach zur üblichen Dosierung über.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Es wird Sie freuen zu erfahren, dass Schüssler Salze aufgrund ihrer Potenzierung nebenwirkungsfrei sind. Dies ist einer der Gründe, weshalb sie sich einer so großen Beliebtheit erfreuen. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Leiden Sie an einer Milchzucker-Unverträglichkeit, sollten Sie jedoch Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, da bei der Herstellung der Dr. Schüßler Salze Milchzucker eingesetzt wird.