Wer war Dr. Schüssler?

Dr. Wilhelm Heinrich SchüsslerDer Begriff Schüssler-Salze als Präparate der Alternativmedizin steht für Mineralsalze in homöopathischer Dosierung und ist vielen Menschen bekannt. Doch wissen Sie eigentlich, wer sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie es zur Entdeckung und Entwicklung der Schüssler-Salze kam? Namensgeber und Erfinder war der homöopathische Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler. Er entdeckte die Funktionsweise der zwölf Mineralsalze und begründete die biochemische Heilweise.

Ausbildung und beruflicher Werdegang

Geboren am 21. August 1821 im niedersächsischen Bad Zwischenahn, studierte Dr. Schüssler ab 1852 in Berlin, Paris und Gießen Medizin. In Prag setzte er seine Studien fort und besuchte dort auch Vorlesungen über Homöopathie. In Abwesenheit und ohne Leistungsnachweise oder eingereichte Promotion erklärte die Universität Gießen Dr. Schüssler 1855 zum Doktor der Medizin. Die Erteilung der Erlaubnis zur medizinischen Staatsprüfung wurde ihm anschließend verweigert, da er nicht über die erforderlichen Nachweise und das Zeugnis der Reifeprüfung verfügte.

Bis 1857 besuchte Dr. Schüssler daher das Alte Gymnasium Oldenburg, das er am im August 1857 mit der Reifeprüfung abschloss. Im Jahre 1858 erteilte ihm die Stadt Oldenburg die Konzession zur Niederlassung. Drei Jahre später wurde er Mitglied des Deutschen Zentralvereins Homöopathischer Ärzte und praktizierte anschließend 15 Jahre als Arzt für Homöopathie in Oldenburg.

Entdeckung und Entwicklung der Schüssler-Salze

Ausschlaggebend für die Entwicklung der Schüssler-Salze war die Entdeckung des Berliner Arztes und Forschers Prof. Dr. Rudolf Virchow. Prof. Virchow gelang eine bahnbrechende Entdeckung im Bereich der medizinischen Forschung. Die Erkenntnis, dass der menschliche Organismus aus einer Vielzahl an kleinsten Bausteinen, den Zellen, besteht, führte zur Gewissheit, dass nur das einwandfreie Funktionieren der Körperzellen Gesundheit garantiert.

Diese Entdeckung inspirierte Dr. Schüssler zu seinen Forschungen über die Bedingungen zur Gesunderhaltung der Zellen. Dabei fand er heraus, dass jede Körperzelle einen bestimmten Bedarf an Nährstoffen hat. Ist der Zustrom an Mineralstoffen gestört, wird die Körperzelle geschwächt. Im weiteren Verlauf der Forschung entdeckte Dr. Schüssler die Wichtigkeit besonderer Mineralsalze und definierte die zwölf bedeutendsten unter dem Begriff biochemische Funktionsmittel. 1878 fasste er seine gewonnenen Erkenntnisse in dem Buch “Eine Abgekürzte Therapie” zusammen.

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